Die angeordnete Vermittlung ist ein sehr erfolgreiches Mittel zur nachhaltigen Bewältigung von Konflikten im Zusammenhang mit Trennung und Scheidung. Es schafft nicht Gewinner und Verlierer, sondern macht aus den Betroffenen Beteiligte. Diese lassen sich die Lebensumstände nach einer Trennung oder Scheidung nicht einer Drittperson (z.B. einem Richter) diktieren, sondern gestalten sie selbst eigenverantwortlich. Dies gelingt am besten, wenn folgende Rahmenbedingungen gegeben sind: - Fachpersonen unterstützen die Eltern bei der Ausgestaltung ihrer Lebensumstände nach einer Trennung
- Die Eltern können sich auf Augenhöhe auseinandersetzen, es herrscht kein festgeschriebenes Machtgefälle
- Es gelingt den Eltern, auch in einer schwierigen, häufig emotional aufgeladenen Situation die Wünsche ihrer Kinder einzubeziehen
Wir unterstützen den Ansatz, bei dem im Rahmen einer angeordneten Vermittlung ein relativ ausführlicher Elternschaftsplan (Parenting Plan) ausgearbeitet wird. Damit lassen sich nicht nur viele drohende Konflikte ausräumen. Wichtiger ist, dass die Eltern im Prozess der Ausarbeitung lernen, wie sie künftig selbständig auftretende Meinungsverschiedenheiten konstruktiv lösen können.
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Fallbeispiel angeordnete Vermittlung: Die Cochemer Praxis |
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Die Cochemer Praxis ist ein gelungenes Beispiel für eine erfolgreiche Anwendung des Prinzips der angeordneten Vermittlung. Die Zahlen sprechen für sich: In 95 % aller Fälle konnten die beteiligten Professionen die Fälle lösen. Die übrigen fünf Prozent der Fälle wurde an die Lebensberatung verwiesen, die 98 % der ihr zugewiesenen Klienten erfolgreich beraten konnte. Im vorliegenden Artikel beschreibt Manfred Lengowski, der als Sozialarbeiter im Kreisjugendamt in Cochem-Zell tätig ist, die Tätigkeit des Arbeitskreises. |
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Cochemer Praxis: Erfahrungsberichte des Praktikers |
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Jürgen Rudolph war bis vor kurzem Richter am Amtsgericht Cochem-Zell. Er hat die Cochemer Praxis entscheidend mit geprägt. In den hier vorliegenden Multimedia-Dokumenten stellt er die Grundgedanken und Verfahrensweisen der Cochemer Praxis vor. |
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Erfahrungsbericht aus der Schweiz |
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Auch in der Schweiz setzen sich Praktiker aus verschiedenen Fachgebieten für die faktische Umsetzung der Gemeinsamen Elternschaft ein. Dabei treffen sie auf zahlreiche Hindernisse. Diese liegen bei den betroffenen Eltern, häufig jedoch auch bei den staatlichen Strukturen und Prozeduren. Zwei Praktiker aus Genf haben in einem Paper über ihre Erfahrungen mit der Gemeinsamen Elternschaft berichtet. |
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Literatur zur angeordneten Vermittlung |
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In den letzten Jahren sind im deutschen Sprachraum zahlreiche Publikationen zum Thema Mediation und angeordnete Vermittlung entstanden. |
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Vorteile der angeordneten Vermittlung |
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FamilienmediatorInnen arbeiten mit folgenden, inzwischen durch die Praxis erhärteten Thesen:
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Fallstricke bei der angeordneten Vermittlung |
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Der Erfolg einer Mediation wird erschwert durch:
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